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Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz - AGG

Unternehmen müssen aufgrund des AGG ihre Stellenanzeigen so neutral wie möglich formulieren. So müssen die Inserate nicht nur geschlechtsneutral sein, künftig dürften Stellenanzeigen auch keine Formulierungen wie z.B. „junges Team“ mehr enthalten, denn kein Bewerber darf aufgrund seines Alters benachteiligt werden.

Somit kommen jetzt auch Bewerber in Betracht, die bislang aufgrund starrer Altersgrenzen ausgegrenzt worden sind, und auch männliche Kandidaten können sich problemlos um die Stelle der Sekretärin bewerben. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz: Diskriminierung verboten!

Das AGG regelt nicht nur die Einstellung von Mitarbeitern, sondern auch Details zum laufenden Arbeitsverhältnis und zur Kündigung. Gegebenenfalls kann man auf Schadensersatz klagen, wenn man aufgrund

  • seines Geschlechts,
  • seiner ethnischen Herkunft,
  • seiner Weltanschauung,
  • seiner Religion,
  • seines Alters,
  • seiner sexuellen Identität
  • oder einer Behinderung

diskriminiert wird. Das beklagte Unternehmen ist dann in der Beweispflicht und muss nachweisen, dass keine Diskriminierung im Sinne des AGG vorliegt. Hat man als Bewerber das Gefühl, das Unternehmen hätte gegen das AGG verstoßen, kann man innerhalb von zwei Monaten eine entsprechende Klage einreichen. Unternehmen sind verpflichtet, ihre Mitarbeiter im Hinblick auf die Inhalte des AGG zu schulen und werden künftig alle Bewerbungsprozesse schriftlich dokumentieren und für mehrere Monate archivieren.

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